Die Energiewende weg von der fossilen und zentral organisierten Energieversorgung ist in vollem Gange. Die erneuerbaren Energien sind mittlerweile allgemein anerkannt. Die Notwendigkeit einer dezentralen und demokratischeren Struktur der zukünftigen Energieversorgung wird dagegen nicht von allen wichtigen Entscheidungsträgern so gesehen bzw. ist in der Allgemeinheit nicht sehr stark verankert. Umso wichtiger ist es, für Befürworter einer dezentral und stärker demokratisch ausgerichteten Energieversorgung auch weiterhin gestaltend bei der Energiewende mitzuwirken. …weiterlesen »
Wird nun alles anders? Mannheim hat seine eigene Energiegenossenschaft unter Beteiligung von Bürgern und der Klimaschutzagentur Mannheim. Lesen dazu hier die Pressemitteilung zur Gründung. Weitere Infos auf unserer Seite > NEU: Energie-Genossenschaft in Mannheim
BürgerEnergie Mannheim
Die Genossenschaft für Bürger mit Energie
Liebe Aktive der weltweiten Anti-Atom-Bewegung,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
helfen Sie mit bei der weltweiten Aktion zum Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima am 11. März 2012 – und auch in den Monaten danach. Wir wollen zusammen mit Ihnen deutlich machen: Auslöser des größten Atomunfalls seit Tschernobyl 1986 war das Erdbeben mit seinen starken Nachbeben, die Japan am 11. März 2011 erschütterten. Dass es dabei in dem Atomkraftwerk zur Katastrophe kam, lag an seit langem bestehenden, gravierenden Sicherheitsmängeln, weil in Fukushima systematisch gegen das Einmaleins der Reaktorsicherheit verstoßen wurde.
Der Atomindustrie käme es sehr gelegen, wenn nicht diese Sicherheitsmängel, sondern nur der Tsunami für den Super-GAU verantwortlich wäre. Jeder von uns würde dann denken: “So etwas kann ja bei uns nicht passieren.” Mit einer solchen Legende wäre dann von der Gefahr abgelenkt, dass weltweit viele Atomkraftwerke an erdbebengefährdeten Standorten betrieben werden, die extreme Sicherheitsdefizite aufweisen.
Eine aktuelle Analyse der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW zeigt anhand der offiziellen Regierungs-Dokumente auf, dass es in Fukushima wegen gravierender Sicherheitsdefizite in Verbindung mit dem Erdbeben zur Katastrophe gekommen ist.
http://www.fukushima-disaster.de/fukushima_supergau_studie.pdf
Wir bitten Sie, das Flugblatt mit dem Titel “Fukushima: Tsunami-Legende” möglichst schnell in Ihrem Umfeld, an Ihre Nachbarn, an Medien und auch an politische Entscheidungsträger in Wirtschaft, Kultur und Politik zu verteilen.
http://www.fukushima-disaster.de/fukushima_supergau_faltblatt.pdf
Kommentar zur Solarförderung
Von Jürgen Döschner, WDR, ARD-Energieexperte
Während sich alle Welt Gedanken macht, wie man den CO2-Ausstoß senken kann, wie der Klimawandel gestoppt und auf die gefährliche Atomenergie verzichtet werden kann, während immer mehr Länder mit Neid und Anerkennung auf das deutsche Modell zur Förderung erneuerbarer Energien schauen, machen sich die Minister Philipp Rösler und Norbert Röttgen daran, eben diese Erfolgsgeschichte zu demontieren.
Der jetzt vorgestellte rasante und radikale Umbau der Solarförderung ist de facto ein Ausstieg. Eine Kürzung von 20 bis 30 Prozent innerhalb von zwei Wochen trifft nicht nur jene Hausbesitzer und Investoren hart, die gerade eine Anlage installieren. Deren Kalkulation schmilzt nun wie Butter in der Sonne dahin. Die Anti-Solar-Koalition schlägt auch einer ganzen Branche ins Gesicht, die in den vergangenen Jahren einen enormen Beitrag zur Sicherung einer CO2-freien, dezentralen und preiswerten Energieversorgung geleistet hat.
Solarenergie sichert die Stromversorgung …weiterlesen »
Erinnern wir uns an das hysterische Geschrei Mitte September, als eine Desinformation des BDEW für Schlagzeilen sorgte: “Hilfe, jetzt müssen wir ja Strom importieren!”
Trotz des Atomausstiegs bleibt Deutschland ein Stromexporteur. Und am Strommarkt sind die Preise nicht höher als vor der Katastrophe in Fukushima.
Artikel aus der TAZ vom 27.12.2011 von Bernward Janzing
Deutschland hat auch im Jahr 2011 mehr Strom exportiert als importiert – trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken. Diese Bilanz ergibt sich anhand der Netzdaten, die der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (Entsoe) regelmäßig veröffentlicht. Demnach wird der deutsche Exportüberschuss im Jahr 2011 voraussichtlich rund sechs Milliarden Kilowattstunden betragen. …weiterlesen »
Pressemitteilung der klima-allianz deutschland
Neue Kohlekraftwerke zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit nicht erforderlich / Geplante Braunkohlekraftwerke von RWE und Mibrag gefährden Systemstabilität
Berlin, 17.10.2011. Neue Kohlekraftwerke sind auch nach dem im Sommer beschlossenen Atomausstieg zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit nicht notwendig. Für den Übergang in das regenerative Zeitalter kann der Bedarf an zusätzlichen fossilen Kraftwerken vollständig durch den Neubau von Gaskraftwerken gedeckt werden. Das ist das Ergebnis einer von der klima-allianz deutschland beim arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik in Auftrag gegebenen Studie zur künftigen Rolle von Gaskraftwerken in Deutschland, die heute in Berlin vorgestellt wurde. …weiterlesen »
Kolumbien ist Deutschlands größter Kohlelieferant – trotz gravierender Menschenrechtsverletzungen
Artikel in der Frankfurtwer Rundschau von heute
http://www.fr-online.de/wirtschaft/kolumbien-blut-fuer-kohle,1472780,10994996.html
“Wir leisten mit dem Block 3 einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland”, erklärte Vorstandsmitglied Dr. Karl-Heinz Czychon vom GKM beim Bürgerinformationsgespräch am 10. Oktober 2011 im Mannheimer Technikmuseum.
Sein zynischer Kommentar zu Fragen besorgter Bürger_innen: es wird niemand durch die zusätzliche Belastung tot umfallen.
Hier die Pressemeldung des BUND dazu:
Nach Bürgerinformation: Eigentliche Herausforderung ist Energiesparen, Netzausbau und Effizienz.
BUND: Kaltreserve aus GKM Block 3 für Energiewende nicht zielführend!
Nach der Bürgerinformation zur Kaltreserve aus dem Kohlekraftwerk Block 3 der GKM AG hält der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald die Kohletechnologie grundsätzlich nicht für zielführend für die Energiewende.
Matthias Weyland, Regionalgeschäftsführer beim BUND erklärte: „Bei der Bürgerversammlung wurde bestätigt, dass die eigentlichen Herausforderungen der Energiewende im Bereich Netzausbau, Energiesparen und gesteigerter Effizienz liegen. Die bisherigen Bemühungen der Bundesnetzagentur in dem Bereich sind bislang erfolglos und bei weitem nicht ausreichend. In diese Mammutaufgaben muss gemeinsam mit allen Kräften sprichwörtlich noch viel mehr Energie investiert werden.“
Der Umweltverband sieht im Bemühen um die Kaltreserve viel mehr den Versuch, die bisherigen Gewinne der Stromkonzerne zu sichern und die Kraftwerke auch über ihre Lebensdauer hinaus am Netz zu halten. Ein solches Vorgehen sei inkompatibel mit entschlossenen Schritten des Energiesparens, einer Steigerung der Energieeffizienz sowie dem zeitnahen Ausbau einer erneuerbaren Energieversorgung.
Bezüglich der Aussage der Stadt Mannheim, die Entscheidung mit einem gewissen Stolz unterstützt zu haben, erklärte Weyland: „Eine solche Position lässt jegliche kritische Auseinandersetzung mit einem der klimaschädlichsten Kraftwerksstandorte Europas vermissen.


